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Die Geschichte von Mick ́s Restaurant in Lissabon

 

Vielleicht haben Sie auch einen Gastrokunden oder kennen eine Gastronomen der über seine schlechte Lage in der Stadt, das schlechte Umfeld, den starken und unfairen Wettbewerb, die unmöglichen Bedingungen und die blöden Touristen klagt.

Die Touristen, die sich partout nicht in sein Lokal locken lassen, obwohl er doch so gut kocht und ein viel besseres und preiswürdiges Angebot hat, alles frisch zubereitet und begeisterte Menschen um sich herum hat, die gerne und bereitwillig Gäste bedienen würden – aber es kommen keine!

Genau das ist das Problem von Mick dem Sohn eines Lokalbesitzers in einer Seitenstraße vor dem berühmten Elevador de Santa Justa, auch Elevador do Carmo genannt, dem Personenaufzug, der im Stadtzentrum von Lissabon den Stadtteil Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado verbindet.

Mick beklagt sich aber nicht! Er handelt.

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Unternehmensführung: Durchhalten ist angesagt!

„Die meisten Menschen überschätzen, was sie kurzfristig leisten können und unterschätzen, was sie langfristig leisten können.“


Dieses Motivationswort gilt uneingeschränkt auch für Unternehmensführer. Immer wieder erlebe ich in meiner Praxis Unternehmer, die mit Begeisterung und Energie in einen Veränderungsprozess mit Ihren Führungskräften gehen. Sie holen sich Wissen und Kompetenz auf unseren Veranstaltungen und beginnen mit der Umsetzung eines Führungssystems, dass sich inzwischen 1000fach bewährt hat und viele exzellente Unternehmensentwicklungen nach sich gezogen hat.


Das ist nachzulesen in der Buchreihe „Hidden Champions des Mittelstandes“ von Cay von Fournier dem Inhaber des SchmidtColleg.

 

 

Die Unternehmer, die dort beschrieben werden haben oft eine Entwicklungsphase durchschritten, die sich über mehrere Jahre aufgebaut hat. Rückschläge waren dabei, in fast allen Fällen, Ansporn für die Führungsebene dranzubleiben und konsequent auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben.


Jeder von uns erlebt Phasen, in denen sich Unsicherheit breit macht ob man auf dem richtigen Weg ist. Im Verlauf der Planungsworkshops werden Vereinbarungen getroffen, Termine gefixt und Maßnahmen verabredet, die zu den Zielen führen sollen. Danach holt uns der Alltag wieder ein und wir werden von den aktuellen und laufenden Projekten eingefangen.


Und plötzlich werden fest verabredete Termine für das gemeinsame Monitoring der Planung verschoben oder gar abgesagt. Die Begründungen der Verantwortlichen sind vielfältig: „Wir müssen erst einmal Termine erreichen, bevor wir uns wieder treffen….“, „Derzeit haben wir ganz andere Probleme…“ , „Es gibt da gravierende Veränderungen bei uns…“, „Wir haben neue Leute gewonnen und die müssen erst einmal eingearbeitet werden“, „Wir müssen uns erst einmal im Klaren sein, wie es weitergeht…“. Das sind die Aussagen der Unternehmer, die investiert haben um Ihre Führungskräfte einzubinden und Ihnen die Wertschätzung zu geben, nach denen sich Menschen in verantwortlichen Positionen sehnen.


Gleichzeitig erhalte ich Anrufe und Mails von Mitarbeitern aus Unternehmen, die bei mir anfragen „wann und wie es jetzt in der Umsetzung weitergeht“. Als Moderator hat man ja versprochen mit dazu beizutragen, dass die Themen, die in der Strategie- und Planungsrunde beschlossen und verabredet worden sind, nun zum Tragen kommen. Was geschieht ist – nichts – Stillstand. Nicht einmal eine Begründung oder Mitteilung dringt bis zum Führungskreis oder gar in die Mitarbeiterschaft. Im Gegenteil, die Mitarbeiter fragen Ihre Führungskräfte und diese geben ausweichende Antworten oder qualifizieren die gute Entwicklung ab, in dem Sie das System in Frage stellen.


Das ist eine Entwicklung, die dazu führen kann, dass eine auf 5 Jahre ausgelegte Zielplanung ins Wanken gerät, dass Mitarbeiter frustriert werden, weil Sie sich für Ziele stark gemacht haben, Projekte aufgesetzt haben, Gesprächsrunden begleitet haben, Überstunden eingesetzt haben um Ihre Chefs und Mitstreiter davon zu überzeugen, wie sehr sie hinter der Entwicklung stehen. Und plötzlich findet keine Entwicklung mehr statt. Ziele werden nicht verfolgt oder rückgekoppelt. Es gibt keine Plattform mehr. Allerdings gibt es auch immer einige darunter, die sich darüber freuen. Das sind die Bedenkenträger, die „von Anfang an gewusst haben, dass es nicht funktioniert.“


Und da denke ich wieder an den schönen Spruch, den mein Kollege Peter Zulehner gerne verwendet:


Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat´s gemacht.


In diesem Sinne: Bitte MACHEN und nicht so viel nachdenken.

Besuchen Sie meine Tagesseminare beim SchmidtColleg.

Informieren Sie sich über die Termine und Orte.

 (PDF)

 

Reisebericht Sri Lanka

Barberyn Ayurvedic Beach Ressort

Vom 5. April bis zum 18. April 2015

Reisetag.

Es hatte sich gelohnt an der Verlosung teilzunehmen, die SriLankan Air für den Hin-und Rückflug für die Business-Class angeboten hatte. Ich sollte eine Summe benennen die über € 350,-- zusätzlich zum Grundpreis lag. Ich hatte einfach mal auf € 400,-- erhöht und so flog ich heute Business und hatte € 900,-- gespart. 

Direkt in der 1. Reihe hinter dem Cockpit genoss ich als o die Annehmlichkeiten der First-class. Champagner vor Abflug, Freundliche Begleiterinnen mit einem  „teuren“ Lächeln vermittelten gleich zu Anfang, was mich in Sri Lanka erwarten würde. Nach dem köstlichen 4-Gang-Menue und dem einen oder anderen Glas Weißwein ließ es sich in den komfortablen elektrisch verstellbaren Flugzeugbetten wunderbar schlummern. 

Der Flug führte an Wien und Budapest vorbei, über die Türkei und das Zagros Gebirge, die komplette Sinai Halbinsel mit Dubai und Abu Dabi und schlussendlich dem indischen Ozean entlang der Küste von Indien.Alles verlief ruhig und ohne Turbulenzen und ich kam ausgeruht um 04:15 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen von Colombo mit butterweicher Landung an.

Die Klasse ermöglichte mir dann zusätzlich den schnellen Transfer von Flieger zum Gate, die bevorzugte Abfertigung bei der Pass- und Visa Kontrolle und den frühen Erhalt des Gepäcks. 

Der Shuttle-Fahrer des Barberyn Ressorts hatte die verfrühte Ankunft noch nicht auf dem Zettel. Glücklicherweise fand ich in der Menge der wartenden Abholer einen anderen Fahrer des Hotels, der meinen informierte und so stand ich 20 Minuten später vor dem Flughafengebäude, weil mich mein Abholer dorthin abgestellt hatte um seinen Wagen zu holen.

Zeit für Beobachtungen und Menschenstudien. An Autos begegnet Dir hier fast alles, was man sich vorstellen kann. Alles beherrschend sind aber die lustigen kleinen Dreiräder oder auch Zweiräder, genannt „tucktuck“. Ein für das Land absolut typisches Fortbewegungsmittel mit dem hier über die Hälfte aller Driver herumkurvt.

Es war heiß. Es war laut. Es waren Himmel und Menschen unterwegs und dass um halb Fünf Uhr morgens. Wie sollte das erst werden, wenn die Sonne aufging?

Und schon wieder hatte ich Glück. Lalli, so hieß mein Fahrer war nicht nur sehr freundlich, er war auch mit einem Toyota Prius, neuester Bauart, Hybrid getrieben und mit hervorragend funktionierender Klimaanlage vor Ort und überreichte mir sogleich ein kleines Wellcome Package vom Hotel mit kleinem Snack und Wasserflasche. 

Er unterhielt sich mit mir sehr angenehm, während er das Fahrzeug leise und unaufgeregt durch den abenteuerlichen morgendlichen Verkehr Richtung Colombo steuerte. 

Mir wurde jetzt klar, der Airport liegt etwa 30 km im Norden von Colombo und um auf die Südautobahn zu gelangen musst Du Colombo komplett von Nord nach Süd durchqueren. 

Die ca. 3 Millionen Einwohner machen Colombo ein wenig vergleichbar mit Berlin und jetzt stell Dir Berlin ohne die AVUS vor. Es ist eine ziemliche Quälerei, bis man durch diese recht große und weitläufige Stadt durch ist. Das alles ist ja noch gut begreifbar. Aber wenn man den Fahrstil mit einbezieht, in dem hier platzsparend verkehrt wird, dann stockt einem schon manchmal der Atem. 

Kaum hatten wir die Stadtgrenze erreicht und waren von der Flughafenautobahn runter, ging der Wahnsinn auch schon lost. Der gemeine deutsche Autofahrer hätte nach 10 Minuten einen Herzkollaps wenn er oder sie diese 10 Minuten überhaupt ohne Blechschaden überstanden hätte.Und doch muss ich hier einmal anmerken: Ich bin 3 längere Touren auf Sri Lanka mit Autos unterwegs gewesen und ich habe in der ganzen Zeit nicht einen Unfall gesehen oder erlebt. Manchmal hat man das Gefühl, die einige Millionen starke Fahrzeugführertruppe auf Sri Lanka (übrigens überwiegend männlich) kennt sich offenbar auch persönlich sehr gut und den Beweis treten sie alle mit speziellen Hup-Zeichen an. Wenn sich also 2 Fahrzeugführer in der Mitte einer Straße aufeinander zufahren und dabei Busse, 

Tucktuck, Mopeds und andere Fahrzeuge gleichzeitig überholen, dann scheint ein Zwinkern mit den Augen oder ein buddhistischer Gedankenaustausch vollkommen ausreichend um im richtigen Augenblick und glaubt mir, es ist nur ein Augenblick die Lenkräder beider Fahrzeuge in die richtige Richtung zu drehen um einer Katastrophe zu entgehen.

Wenn man die ca. 35 Minuten durch Colombo überstanden hat wird man belohnt auf einer traumhaft schönen Autobahn die in den Süden Richtung Galle führt, der nächsten größeren Stadt am Südzipfel der Insel. Diese Abfahrt muss man nehmen, wenn man zum Barberyn Ressort kommen will. Man sieht auffällig viele streunende Hunde am Straßenrand und an den Parkplätzen. Ganz ähnlich wie in Mexiko. 

Mit dem Sonnenaufgang war nun auch die Landschaft gekommen. Tropisch exotisch. Palmen wechselten sich mit tropischen Wäldern ab. Dazwischen Plantagen. Lalli, unser Guide erklärte uns im vorbeifahren die verschiedenen Zonen die wir durchquerten: Reisanbau, Topplantagen, ‚Früchte usw.

Auf dem Rasthof, ca. eine Stunde vor den Ziel kam man sich vor wie bei einer Rast in der Bretagne. Jetzt brachte das Verlassen des klimatisierten Autos eher Pein als Vergnügen für den Kühle gewohnten Europäer. Ich schwitzte trotz Tropenhemd aus allen Poren. 

Der 4. und letzte Akt der Verkehrserfahrungen erwartete mich dann nachdem wir die Mautstelle (ja – Maut) Galle passiert hatten auf den letzten ca. 40 km Landstraße. Glaubt mir, die kommen Dir beim ersten Mal wie 80 vor. Reines Harakiri. Es wird hupend überholt was das Zeug hält und die Kisten hergeben. 4 Leute auf einem Moped, keine Seltenheit. Meine Lieblingssituation: Zwei Busse im Gegenverkehr. Auf der jeweiligen (nicht vorhandenen) Überholspur ein PKW. Das nenne ich ab sofort SRI Roulette. Aber noch einmal, ich habe während meines Aufenthaltes keinen Unfall gesehen. Auf bewundernswerte Weise funktioniert der Verkehr reibungslos. Etwa 07:30 verließen wir die Bundesstraße und fuhren einen kleinen Berg hinauf. Schließlich durchquerten wir ein Tor und standen dann auf dem Vorplatz zu einem tempelartigen Empfangsgebäude, der Eingangshalle des Barberyn Ayurvedic Beach Ressort. Wir verabschiedeten uns von Lalli, der mich an freundliche wartende, in Tuchgewändergekleidete Menschen übergab, die mirGetränke reichten. Einer übernahm das Einchecken und ich brauchte nur meinen Pass abzugeben.

Im Anschluss führte mich der freundliche Rezeption-Guide führte mich nun über Außengänge und einige Treppen-auf- und abstiege durch die Pueblo-artige auf Stelzen errichtete Anlage mitten im einem kleinen Dschungelwald. Der Baustil wirkt recht nüchtern, das Ambiente hingegen ist einzigartig. Stell Dir vor, Du kommst aus Deiner Hoteltür und stehst mitten im Dschungel. Wenn Du Glück hast, sitzt Dir gegenüber direkt eine Affenmutter mit Kind im Arm im Baum und Ihr schaut Euch an. Das kommt aber eher selten vor.  

Ich hatte guten Blick gebucht und bekam ihn auch. Vom Balkon meines geräumigen Zimmers hat man einen wundervollen Blick auf den indischen Ozean und hörte schon die Brandung rauschen.

Das Mobiliar der Zimmereinrichtung war typisch indisch aber sehr hübsch unddurchaus stabil. Die Böden in den Zimmern erinnerten mich stark an Speckstein. Glatte barfuß zu belaufende geölte und polierte Steinböden in allen Innenbereichen der Anlage. Der freundliche Rezeption-Guide hatte mit angekündigt, dass ich bereits um 10:00 Uhr einen Termin in der medizinischen Abteilung haben würde. Also raus aus den durchgeschwitzten Klamotten und rein in die Wohlfühl-Kleidung. Kurze Hosen und T-Shirt.

Mehr war für die kommenden 10 Tage auch nicht mehr nötig. Da ich schon im Flugzeug gefrühstückt hatte, blieb nun noch etwas Zeit sich mit den Gegebenheiten zu beschäftigen.

Einstieg in die ayurvedische Welt:

Das hier war also ein Klinik mit Hotelcharakter. Alle Annehmlichkeiten eines guten Hotels gepaart mit effektiven indischen Behandlungsmethoden. Das Herz, der ganzen Anlage ist der „Versorgungskomplex“. Ein 4 Stöckiges Gebäude mit einem Dachgarten und einem ausgedehnten Untergeschoß in dem sich auch Behandlungs- und Pflegebereiche befinden. Was ich sofort bemerkte, beim Betreten des Behandlungs- und Versorgungsgebäudes war die beruhigende Atmosphäre die hierherrschte und das man sich der Schuhe zu entledigen hatte am Eingang.

Wohin man auch blickt, man sieht in freundlich blickende Gesichter von den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die alle nur ein Ziel haben: Wohlbefinden für die „Gästepatienten“. So will ich mich ab sofort einmal bezeichnen. Jede und Jeder hat einen Blick für Dich und begrüßt Dich mit einem Kopfnicken und mit einem „Hello Sir“. Und ganz egal, was die Menschen für eine Aufgabe zu bewältigen haben, sie tun es mit erhobenem Kopf und einer Körperhaltung die einem Freude und Stolz vermittelt. Die Männer streckenweise beängstigend dünn, speziell um die Hüfte, die Frauen sind durchaus etwas fülliger aber nicht zuletzt durch Ihre Gewänder mit einer Grazie ausgestattet, welche die anwesende meist europäische „Elite“ glatt in den Schatten stellt. Die Hierarchie wird sehr oft auch durch die Gewänder deutlich. Oberhaupt der ganzen Gemeinde scheint die Oberärztin zu sein. Wie eine Drohne ist sie der Ausgangspunkt und die Schlüsselfigur jeder Behandlung.

Leben mit dem Time-Table

113,5 Kg standen auf der Waage. Nur durch die Art der Fragestellung und Ihrer Gesprächsführung wurde mir schnell klar, dass ich hier nur eine Chance hatte, wenn ich mit diesem Urlaub Erfolg haben wollte: bedingungslose Hingabe, was die Behandlungsmethoden und die Nahrungsaufnahme anging. Und dabei hast Du sogar noch Glück, wenn Du nur ein „überfetterter“ Gast des Hauses bist. Wenn Du noch erhebliche gesundheitliche Beschwerden mitgebracht hast, beginnt für Dich die Zeit der extremen Umstellung. Wer also hier herkommt um einen schönen Urlaub mit ein wenig Ayurveda zu versüßen, der sollte das woanders tun. Während der Konsultation war noch eine reizende und freundliche Nachwuchsärztin anwesend, welche die Empfehlungen mitschrieb. Meinen Hinweis auf die Strapazen der Anreise (die Klasse habe ich natürlich nicht erwähnt) konterte Sie mit einem milden Lächeln. Beginn der Treatments um 12:00 Uhr – heute! Na großartig – zurück aufs Zimmer. In der Hand hatte ich ein grünes Tuch, mit dem hier alle herumliefen, die zur Behandlung gingen. Mal um die Hüfte geschlungen, mal als Kleid um die Schultern gebunden oder wie es gerade passt. Ganz wie man mit dem Ding zurecht kam. Ich kam damit noch nicht zurecht und geriet ziemlich schnell auf Kriegsfuß mit dem Teil. So jetzt aber schnell Koffer ausgepackt und dann rein ins „Medical Center!“

Treatments – Wonne des Lebens

Große Bedenken beim Beginn der Behandlungen um 12:00 Uhr hatte ich, dass ich vielleicht nichts mehr zu Essen bekäme, denn die Mittagszeit endete um 14:00 Uhr. Anderseits dachte ich bei mir, dass es mit dem Essen jetzt wohl sowieso vorbei wäre. Ich saß in der Wartezone, die zwischen Arzt Büro und der „Oberschwester“ angesiedelt ist, die sozusagen der Dreh- und Angelpunkt der Behandlungseinsätze aller Mitarbeiter ist. Punkt 12:00 Uhr trat Ray in mein Leben. Ich habe ihn Ray genannt, weil er im Gesicht aussah wie Ray Charles. Sein Körper war eher grazil, Gang aufrecht und gelassen, weißes bodenlanges Tuch, wie alle behandelnden Männer und ein darüber ein langes Hemd mit kurzen Ärmeln. Sein Blick und seine Bewegungen waren eindeutig und klar. Er ging voraus, eine Etage tiefer in einen Behandlungsraum im unteren Trakt. 

Hier befanden sich eine Liege, ein Sideboard mit allerhand Utensilien, Töpfen und Tiegeln, ein Ablagetisch sowie ein Sessel vor einem Spiegel. Vor dem Raum warteten zwei weitere Kollege von Ray, die ich aber kaum wahrgenommen habe. Es begann meine erste parallele Ganzkörperbehandlung mit Ölen. Das ist der Hammer: Du liegst mit Deiner (hoffentlich alten) Unterhose (meine war ganz neu) auf der Liege und die Jungs bearbeiten Deinen Körper mit Ölen und heißen Kräutertherapien als gäbe es kein Morgen. Bis auf eine Körperpartie (denkt es Euch) wird nichts aber auch gar nichts ausgelassen. Bauchlage, Seitenlage, Rückenlage, sitzend vorm Spiegel – von der Sohle bis zum Kopf widmen sich die drei jedem Muskel, jeder Faser deines Köpers und bauen Dich langsam wieder Zelle für Zelle auf. Das war einfach großartig aber auch anstrengend. Glaubt es mir. Nach einer Dreiviertelstunde kommst Du aus dem Behandlungsraum und suchst erst einmal Halt. Den findest Du im sogenannten Herbal-Garden. Das ist eine überdachte Freizone im Garten des Anwesens der direkt ans Gebäude anschließt. Eine der dort behandelnden Schwestern nahm mich dort in Empfang und platzierte mich mit meinem grünen Tuch und der inzwischen total verölten Unterhose (deshalb ja die alte mitnehmen) auf einer der zahlreichen Liegen. Nirgends fällt ein lautes Wort. Alles geschieht wie selbstverständlich. Nirgends unnötige Geräusche außer der bunten Tierwelt und ab und zu einmal eine Frau Direktor Schmidt, die Ihren Schlüssel sucht und Sie hat ihn doch hier hinterlegt. Hier wird professionell und Hand in Hand täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich eine Armada von Zivilisationskranken durchgeschleust, die hier Ihre letzte Chance Bekommen einmal nachzudenken, runterzukommen und einen gesünderen Weg einzuschlagen, der Altern ein wenig verträglich macht. Die jungen Damen im Herbal-Garden begannen jetzt damit ein dutzend heißer Kräuterpackungen geschickt so auf meinem Körper zu platzieren, dass die Problemzonen, die von der Ärztin eingangs gestellt worden waren allesamt abgedeckt wurden. Zum Schluss wurden noch die Augen abgedeckt und eine kühle Creme erfrischte mein Gesicht. Danach lag ich unter Tüchern wie eine Mumie abgedeckt und brütete ein ayurvedisches Ei aus. Geschätzte 30 Minuten später kamen die fleißigen Damen wieder angerannt und befreiten mich leise kichernd von den Utensilien, stellten mich wieder auf die Beine und schickten mich zum letzten Akt der Behandlung für heute. „Herbal-Bath“. Ich könnte auch sagen, zum duschen aber das war es eben nicht. Ich wurde empfangen von der nächsten Armada freundlicher Helferinnen, die mich herzlich begrüßten, in die Dusche führten und mich mit Hautpeeling Ingredienzen einrieben und die Dusche anwarfen. Im Anschluss geht es in ein vorbereitetes Bad und dort wartete rötliches recht heißes Wasser auf mich. Hier wurde ich von der „Waschfrau“ mittels einer Schöpfkelle mit Wasser übergossen ca. 30 bis 35 mal je Körperregion von vorne bis hinten. Der ruckartige Wasserschwall ist durchaus angenehm und fühlte sich schon wieder an wie eine Massage. Nach der Erfrischung erhielt ich ein neues Tuch und einen freundlichen Abschied für den Tag. Noch hatte ich keinen Plan, wie ich dieses Tuch so am Körper befestige, das es hält aber die nette Dame half mir. Zurück im Zimmer kam die Erkenntnis, dass ich mich beeilen musste, wenn ich noch etwasZu Mittag haben wollte. Also wieder in die Klamotten und los. Das Restaurant befand sich im gleichen Gebäude wie alle Behandlungsräume. Ein offener, sehr luftig gestalteter Raum mit Vierertischen und sehr angenehmer Atmosphäre. Als Gast sitzt man immer zunächst an einem der Tische in der hinteren Reihen und rückt im Verlauf des Aufenthaltes weiter nach vorne.

Essen auf ayurvedisch – eine Wonne!

Wenn mir einer gesagt hätte wie reichhaltig ein ayurvedisches Buffet sein kann, ich hätte es vielleicht geglaubt aber es live genießen zu können, das war dann doch noch was anderes. Verschiedenste Gemüsesorten, Salate in großer Auswahl und fast jeden Tag einen tollen frischen Fisch. Einiges musste ich als Kohlehydrat-freier Gast zwar auslassen aber das Angebot war reichhaltig und wohlschmeckend. Heute gab es köstlichen Schwertfisch, gut gewürzte Suppen. Nach dem Nachtisch, natürlich frisches Obst hatte ich den Eindruck richtig geprasst zu haben. Durch die ganzen Eindrücke und ungewohnt warme Umgebung war ich jetzt erst einmal richtig am schwitzen.Zeit zur Erkundung der Anlage. Die Fläche ist sicher etwa 1000 Quadratmeter groß und umfasst neben der eigentlichen Hotelanalage, die teilweise mitten in den Tropenwald gebaut wurde das Klinikum, die Empfangs- und Bürohalle. Von dort aus gelangt man auf das sehr großzügige Gartengelände oberhalb des Strandes mit einem hochgelegenen Poolbereich, großer Liegewiese und einem atemberaubenden Blick auf die Brandung des indischen Ozeans. Das rauscht schon ganz gewaltig und wenn man vor dort aus weitergeht nach unten, gelangt man an einen 200 Meter langen in einer privaten Bucht gelegenen Strand an dem das Meer seine ganze Schönheit aber auch seine Gefährlichkeit zeigt. Schwimmen ist hier nicht den ganzen Tag möglich und nur wirklich guten Schwimmern zu raten, die gegen Unterströmung anschwimmen können. 

Für den ersten Tag hatte ich, nach einem schattigen Aufenthalt am Strand erst einmal genug Eindrücke. Abhängen war angesagt und nach dem Abendessen, dass aus vier „gesunden“ Gängen bestand erreichte ich

müde mein Bett. Dort war inzwischen alles für eine mückenfreie Nacht bereitet. Da es bereits um 18:30 stockdunkel ist war ich froh, dass das Bett mit einem Moskitonetz ausgestattet war und bereits Räucherstäbchen brannten um die Biester vom Hals zu halten. Grundsätzlich war die Hitze unaushaltbar. Ich kam ja aus der Kälte. Mit dem fast lautlosen Deckenventilator und geöffnetem Fenster kam ich aber schnell in den Schlaf. Die ungewohnten Geräusche sorgten dann Nachts hin und wieder für ein Aufwachen und an die Brandung muss man sich ja auch erst gewöhnen.

2. Tag Eingewöhnen ins Paradies

Das erfordert allerdings Disziplin. Es beginnt mit der Gewissheit, dass es heute richtig losgeht. Beinahe hätte ich die Medikamente vergessen, die mir meine Ärztin mitgegeben hatte und die man hier 4-5 mal am Tag nehmen muss. Das bereiten Dir die freundlichen Schwestern rund um das Ärzteteam alles in Tütchen vor. Geschmack und Konsistenz schwanken zwischen Katzenkot und 2 Wochen altem Kaffeesatz. Manchmal braucht es schon Überwindung. Aber viel warmes Wasser hilft dann bei der Einnahme. Auch das Frühstücksbuffet war reichlich und bot sehr viel Abwechslung, wenn auch nur Teile davon für mich erlaubt waren. Aber wer hat schon etwas gegen frische Papaya, 10 Sorten unterschiedlichster Bananen. Am besten fand ich aber den gebackenen Fladen aus Getreide, der genau so aussieht wie Pumpernickel und köstlich schmeckt. Vor allem mit zuckerfreier Erdbeerkonfitüre, die ebenfalls im Angebot war. Dazu natürlich immer nur Tee und diverse vom Arzt verordnete Fruchtsäfte und eine Kräutersuppe die auf einer mit meiner Nummer versehenen Karte auf meinem Tisch vermerkt standen. Hier konnten die freundlichen Servicekräfte immer ablesen, was Sie noch zusätzlich zu bringen hatten. 

Die Personaleinteilung ist folgende: Küche und Service werden ausschließlich von Männern gestaltet. Auch putzen, sauber halten des Grundstücks, Technik, Zimmerservice: ausschließlich Männer. Behandlung: Frauen behandeln Frauen und Männer behandeln Männer. Kräutergarten, Waschhaus, Ärzteteam und Akupunktur ausschließlich Frauen. Rezeption: gemischtes Team. Und wenn Du in einer Zeitschiene eingetaktet bist, dann läuft es so: Um 11.15 stehst Du also mit Deiner alten Unterhose und eingehüllt in Dein grünes Tuch um die Hüften bei den Akkupunktur- Ärztinnen. 1/2 Stunde lang abliegen mit 6-10 Nadeln im Körper an den unterschiedlichsten Stellen – bevorzugt da, wo Du Beschwerden angemeldet hast. Danach Wechsel in den Wartebereich für die Ölbehandlungen und gemeinsam mit 6-8 anderen Patienten wartest Du dann darauf, dass sich Dein Betreuer zeigt, der die ölige Federführung übernimmt. Die Diagnose der meisten hier wartenden ist eindeutig sichtbar: zu schwer für die jeweilige Größe. Das sich dich hier nicht länger machen können versuchen Sie es eben mit radikaler Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten aaber auf die sanfte Art und vor allem unterstützt durch geniale Massagen. Es macht Spaß zu beobachten, wie jetzt alle Helfer, Masseure und Therapeuten herumlaufen und alles für kommenden Behandlungen vorbereiten.

Punkt 12 sind dann alle auf Ihren Wartepositionen und die jeweiligen Verantwortlichen kommen mit einem Kopfnicken auf die Wartenden zu und bedeuten dir mitzukommen. Bei mir war es wieder „Ray“ – ihr wisst schon...

Auf geht ́s und schon lag ich wieder flach der Liege.

Dieses Mal waren Sie zu dritt. Der Ablauf gestaltet sich immer präzise gleich: Die Parallelmassage beginnt bei den Füssen und dann arbeiten sich beide langsam bis zum Nacken hinauf. Kein Muskel, keine Sehne, keine Hautpartie wird ausgelassen. Das Öl wird präzise eingesetzt. „Side up“ heißt jeweils Seitenlage und weiter geht die gute Fahrt. „Face up“ bedeutet auf den Rücken und dann alles noch einmal von unten nach oben.

Beim letzten Strich über die Stirn traten die beiden Masseure ab und Ray übernahm die weitere Behandlung mit einer genialen Gesichtsmassage. Ich bekam auch Augentropfen eingeträufelt.

Danach runter von der Liege und aufrecht sitzend vor einem Spiegel führte Ray eine Kopfmassage durch, die sich alleine schon ausgezahlt gehabt hätte. Zum Schluss noch einmal der Rücken im Sitzen. Abschluss mit einem kleinen Kräutercocktail und ich war zum zweiten Mal geflasht von der Präzision mit der sie hier zu Werke gehen. Man kann ja auch bei uns Ayurvedische Massagen haben aber das ist kein Vergleich mit der Originalität die hier geboten wird. Mit einem freundlichen „Thank you Sir“ und dem erneuten Versuch mir beizubringen, wie man das verflixte Tuch anlegt, entließ mich Ray wieder in den Kräutergarten. Hier herrscht übrigens genau so Stille, wie überall sonst im Haus. Die fleißigen Bienen von der Kräuterfront taten wieder ihr Werk an mir und rösten mit in heißen Körperpackungen. Mir fiel auf, dass hier jeder genau wusste, wo meine Problemzonen liegen.

Nach dem Herbal-Garden war ich so verkleistert, dass ich froh war dass mich die freundliche Dame mit Ihrer Schürze wieder in Empfang nahm. Dusche und Peeling, waschen in der Badewanne und ich fühlte mich noch erfrischter als am Tag zuvor und hatte mächtig Hunger. Schnell wieder umziehen auf dem Zimmer und zurück ins Haupthaus zum Lunchbuffet.

Die Zauberer aus der Ayurvedischen Küche hatten wir besondere Überraschungen zu bieten. Da schmeckten zusammengerollte Blätter plötzlich wie Pfannkuchen und grün aussehende Taler wie die beste Bulette. Man muss sich nur darauf einlassen.

Den Nachmittag nutzte ich zur Erkundung des Strandes und des Pool-Areals. Als ich mich in den Salzwasser-Pool gleiten ließ kam ich mir vor, als wäre ich im Thermal-Bad. Einige Grad mehr und man hätte sicher Eier kochen können. Die einzige wirkliche Kühle brachte nur die Dusche aus der wirklich kühles Wasser herauskam.
Beim anschließenden Strandspaziergang lernte ich dann rasch, dass ich hier keinen Schritt machen konnte, ohne von durchaus sehr freundlichen Einheimischen angesprochen zu werden. Diese Fisherman, wie sie sich ausgaben luden mich sofort zu einer Besichtigung von was auch immer ein. Ich lehnte freundlich ab und ging zunächst zurück.

 Tag 3.

One and a half Kilo konstatierte meine Oberärztin und wandelte von der Waage weg voraus in Ihr Büro. Everything ok? Was macht der Stuuuuhl? Sie sprach das sehr hamburgisch aus. Tomorrow you get a special Treatment for your nose before breakfast. Na, da war ich aber mal gespannt. Alles andere sollte zunächst so bleiben wie gehabt. Zwei weitere Konsultationen sollten noch folgen.

Der Tag verlief jetzt in den bekannten und geregelten Bahnen. Die Termine hatte ich auf dem Time-Table und somit war ich zwischen 11 und 14 Uhr verplant. Davor und danach auf die Zeiten achten, wann ich meine Medikamente einzuwerfen hatte. Ansonsten blieb der Tag zur freien Verfügung. Die beste Poolzeit war von 8 Uhr, also nach dem Frühstück bis um 11 Uhr und ab 17 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Die Anlage bot ja genügend Auslauf und ruhige Plätze um sich auch einmal völlig ungestört auszuruhen. Wer wollte fand natürlich auch schnell Anschluss, denn immerhin sind die meisten ja alleine hier. Also Ruhe und Entspannung, Sonne, Sand und der indische Ozean – was willst Du mehr?

Ein Gewitter zum Beispiel. Es kündigte sich bereits am Nachmittag an und ich Trottel hatte es versäumt meinen 1,5 m breiten Sonnenrollo auf dem Balkon zu reparieren.

Hier nach der Reparatur. Der hing die Nacht über ganz herunter und ließ sich auch nicht mehr hochziehen. Jeder Windstoß trieb ihn also nach aussen und dann schlug er heftig gegen die Veranda. Es kam, wie es kommen musste. Gewitter sind in dieser Region wohl immer von starkem und anhaltenden Wind begleitet. Ab 23:00 Uhr tobte der Sturm und ich kämpfte heldenhaft mit meinem Ledergürtel auf dem nassen Balkon um eine Fixierung dieses Bambusteils. Gegen Mitternacht hatte ich es geschafft und konnte Ruhe finden.

Tag 4

Der Morgen graute. Richtig müsste es laut Loriot ja lauten: dem Morgen graute, als ich das Telefon in meinem Zimmer läuten hörte. Wer ruft mich hier an? Es war die Oberärztin persönlich, die mir mitzuteilen hatte, das die Nasenbehandlung bereits seit 5 Minuten laufen sollte. Ich sprang also in die alte Unterhose, die inzwischen ohnehin von selbst stand und warf mir das grüne Tuch um den Bauch. Doppelknoten – fertig. Ray empfing mich mit mildem Blick und führte mich in sein Separé. „Face up“ und ich warf mich auf den Rücken. Der Anfang machte noch Freude. Eine entspannte Gesichtsmassage am frühen Morgen? Was konnte es schöneres geben? Aber dann kam das Öl. Etwa ein Schnapsgläschen voll in jedes Nasenloch und ich war bedient. Prustend und gurgelnd nahm ich war, dass Ray mir anzeigte, ich sollte die Suppe auch noch hochschnupfen und dann über den Rachen raus. Das muss man mögen.

Von nun an war ich für den Rest des Tages ein Face-Head-Behandelter. Als solches durfte kein Wasser an meinen Kopf. Den ganzen Tag nicht und da achtet dann die ganze Mannschaft in kollektiver Einheit darauf. Alle Behandlungen ohne Kopf. Meine Waschfrau man könnte in dem Fall auch sagen, meine Amme – so kam ich mir bei Ihr vor, verhinderte sogar, dass ich mir in Ihrer Wanne mit nassen Händen ins Gesicht fasste. Zum Piepen. Erkennungszeichen für alle war übrigens eine Mitropa Duschhaube auf meinem Kopf. Das gute an der morgendlichen Quälerei. Ab Nachmittag konnte ich durch die Nase schnaufen wie niemals zuvor. So langsam lernte ich jetzt auch die Leidensgenossen um mich herum kennen. Das spanische Ehepaar von dem er aussah wir Fernando Alonso, die guatemaltekische 2 Zentnerfrau mit Ihrer Tochter in Hotpants, entweder immer die gleiche oder im Dutzend gekauft, wohl eigentlich Portugiesen, die drei schwäbischen Damen, die sich offenbar gemeinsam auf den Weg in diesen Urlaub gemacht hatten und schon eine Woche hier waren. Die Japanerin, die einem immer aus dem Weg gehen wollte, der arabische Typ, der aussah wie Maradonna (jetzt aussieht) und röchelte, als wäre er spät dran mit der Kur und seine gepeinigte Frau. Die beiden alleinstehenden älteren Damen aus dem Haus, das Udo Jürgens immer besang am Nebentisch von denen eine den klassischen Turban trug, der darauf hinwies, dass Sie die Shirodara-Kur hinter sich hatte und jetzt wohl 2 Tage den Mund zu halten hatte und einige andere mehr.

Also zusammengenommen eine recht illustre Gesellschaft, die sich am Abend zusammenfand um den traditionellen Tanz der einheimischen anzusehen. Nach Einbruch der Dunkelheit erlebten wir dann alle ein eindrucksvolles Schauspiel mit Tanz, Feuer und sehr hübschen Kostümen. 

Tag 5

Spezialmassage, Kochkurs und Disco zum neuen Jahr.

Jetzt kam man auch langsam mit den Mitstreitern ins Gespräch. Beim Kochkurs am Nachmittag im Restaurant ergab sich dazu genügend Möglichkeit. Wir lernten hier, wie man das spezielle Brotgebäck zubereitet und welche Speisen welche Wirkung erzielen. 

Heute war übrigens Ray nicht da. Dafür nahm mich Herkules in Empfang. Ich nenne ihn so, weil er zweimal so breit war wie Ray und ein Koloss von einem Inder. Dementsprechend hat er mich dann auch rangenommen. Eine bessere Massage habe ich im Leben nie erhalten. Und dann kam die Nacht. Ich hatte erfahren, dass ab morgen ein viertägiger Feiertagsmarathon beginnen sollte. Die Tamilen feiern Ihr Neujahrsfest im April und ich war mitendrinn. Jetzt wo ich mich auf Kur programmiert hatte und wirklich die Ruhe und Erholung genießen wollte, veranstalteten Sie in der Nachbarschaft eine Disco, die sich gewaschen hatte. Die Beats schlugen und es wummerte so, das die Wände des Hotels wackelten. Zum Glück hatte ich noch die Ohrstöpsel aus dem Flugzeug im Gepäck und konnte damit Ruhe finden. Punkt Mitternacht war zum Glück Schluss.

Tag 6

Besuch beim Arzt, dass war gestern schon beim Abendessen ausgemacht. Hier wachte immer eine Ärztin darüber, was gegessen wurde und gab die besonderen Termin für den nächsten Tag bekannt.

110,5 kg standen auf der Waage. Unter normalen Umständen würde man sagen – na und? Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich morgens, mittags und abends reichhaltig und bis zu 4 Gänge zu mir nahm war das ein beeindruckendes Ergebnis. Meine Ärztin hatte noch weitere Überraschungen für mich vorbereitet. Shirudara-Kur sollte ich zum Glück nicht bekommen. Dafür war die Zeit zu kurz und ich hatte ehrlich gesagt auch keine Lust zwei Tage mit einem Kopftuch herumzulaufen. Diejenigen die es in Anspruch genommen hatten schwörten allerdings auf die reinigende Kraft, die das reinigende Öl auf dem Schädel haben soll.

Dafür hatte sie allerdings drei weitere Extra- Behandlungen vorbereitet. Wenn ich die auch noch wahrnehmen würde, dann erübrigten sich allerdings meine Land und Leute-Erkundungspläne bis auf den letzten Tag meines Aufenthaltes. Nach kurzer Prioritätenabwägung entschied ich mich für meinen Körper. Zum einen sollte ich noch eine spezielle Augen-Öl-Behandlung bekommen, zum zweiten zwei spezielle Massagen für meinen geschundenen rechten Arm, der es mir vor dem Urlaub sehr erschwerte die Maus am Computer zu bedienen und zum dritten eine kleine Form der Kopf-Öl-Behandlung nach der man nur 2 Stunden lang mit Kopftuch herumläuft und still sein musste. Ich berichte, wenn erfolgt.

Ray war wieder da. Er strahlte mich aus der Menge der wartenden Behandler an. Das war immer wieder ein Schauspiel. Inzwischen konnte ich bei jedem Schichtwechsel die Wege er einzelnen Agierenden voraussehen. Wer kam wann wo heraus und lief dann wohin. Lustig war das und ich machte mir einen Spaß daraus die einzelnen Personen vorauszusagen. Diese Klinik läuft wie ein menschliches Uhrwerk ausschließlich zum Wohl der behandelten Patienten ab.

Nach dem Mittagessen erfolgte jetzt noch die ausgemachte Spezialmassage, die einfach noch einmal intensiver auf bestimmte Regionen wirkte und dann hatte ich wieder frei für erholsame Stunden an Pool und Strand. Alle freuten sich auf das groß angekündigte Abendbuffet und ich war nicht minder gespannt ob und was es besonderes geben würde. Es war zwar wirklich schön aufgedeckt und das Buffet sah auch reichhaltig aus. Die Auswahl an außergewöhnlichem hielt sich allerdings in Grenzen. Das ist eben die ayurvedische Philosophie. Wichtigste Mahlzeit des Tages ist das Frühstück, gefolgt vom Mittagessen und dann eingeschränktes Abendessen. Darunter leidet eben auch ein Abendbuffet. 

Tag 7

Von Stunde zu Stunde fühlte ich mich jetzt besser. Leichter und beweglicher, ausgeschlafener und agiler. Heute gab es eine Typbestimmung. Chefärztin Nummer zwei nahm mich heute mittels eines Fragebogens ins Gebet um herauszufinden, welcher Ayurveda-Typ ich denn sei. Über 50 Fragen führten dann zu einem Ergebnis das ich dann zur Schlusskonsultation präsentiert bekommen sollte.

Den Nachmittag nutzte ich für ein Bad im indischen Ozean und nutzte die von einheimischen empfohlene Technik nicht in der Brandung zu stehen, sondern sich in die Dünung zu werfen und dann aufs Wasser zu legen. Es dauert aber nur wenige Sekunden und man wurde über 20 Meter abgetrieben. Jetzt ist wieder Treatment-Time. Kann sich jemand vorstellen wie man sich fühlt nach 10  Ganzkörpermassagen, 7 Kräuterbehandlungen am ganzen Körper und 6 Akkupunkturbehandlungen. Du bist ein neuer Mensch.

Kaum schreibe ich das, kommt ein erster kleiner Einbruch. Ray ist nicht da und ich lande beim „Azubi“. Dieses Mal fiel die Massage vergleichsweise lasch aus. Der junge Mann, der dieses Mal die Führung im Massageteam hatte war noch nicht ganz so souverän wie die anderen bisher. Aber ich jammere auf hohem Niveau. So einer wäre bei uns schon der Star. Zumal seine Gesichtsmassage sehr gut war. Mit den jungen Damen im Kräutergarten hatte ich inzwischen schon ein so gutes Verhältnis aufgebaut, dass sie dieses Mal die Sitzung kürzer hielten. Ich hatte heute Hunger.

Das Highlight des Lunchbuffets hieß heute: Fisch-Roulade und war köstlich. Der Nachmittag brachte dann die erste Spezialmassage für den rechten Arm. 20 Minuten Behandlung für nur ein Körperteil.

Mein geschundener rechter Arm und die Schulter dankten es. Die Schmerzen hervorgerufen durch die falsche Haltung im Umgang mit der Computermaus, einfach wegmassiert – Wahnsinn. Und danach, to hour no shower. Dann konnte ich wieder loslegen.

Was macht eine Fluggesellschaft, wenn Sie pokern will? Sie schreibt, dass Du, wenn Du wieder Business fliegen willst mehr bieten sollst als beim Hinflug. Also habe ich mein Gebot einmal auf € 500,-- raufgesetzt. Mal sehen ob das hilft.

Tag 8

Regen im Paradies. Gegen 06:00 fing es an und das Gewitter zieht jetzt zum Frühstück ganz langsam auf das Meer hinaus. Inzwischen ist mein Körper wieder auf einem sehr ausgeglichenen Niveau. Ich schlafe tatsächlich von 21:00 abends bis 06:00 morgens. Der Regen erfrischt Mensch,

Tier und Umwelt. Ich wundere mich seit Eintreffen hier über die hohe Zahl von riesigen Frachtschiffen die täglich am Horizont vorbeifahren. Seit heute weiß ich warum. Ca. 80 km von hier haben die Chinesen Milliarden in einen riesigen neuen Hafen gesteckt. Hambantota ist einer von vier Häfen die in Sri Lanka für großen Aufschwung sorgen. Bis zu 7000 Schiffe fahren pro Jahr diesen Hafen an. Die Chinesen investieren hier in Sri Lanka wie verrückt. Als nächstes ist dort ein Flughafen geplant.

Jetzt ist es genau eine Woche her, dass meine Behandlungen starteten. Erstaunlich was sich erreichen lässt, wenn man sich komplett auf diese Betreuung einlässt und keine Störungen einbaut. Inzwischen ist mir auch ganz egal, wer mich behandelt. Ich genieße jedes Treatment. Der Gewichtsverlust ist jetzt auch spürbar und an das Klima habe ich mich sehr gut angepasst.

Tag 9

Prosit Neujahr. Die spinnen die Tamilen. Ich bin ja einverstanden damit, dass man ein Feuerwerk veranstaltet, wenn man das neue Jahr begrüßt. Aber morgens um halb Acht? Und vorher bereits 24 Stunden lang alle 20 Sekunden einen Böller – Tag und Nacht – das sind komische Sitten. Dementsprechend unruhig war mein Schlaf. Jetzt beim Frühstück ballerten Sie los als wollten sie wieder in den Bürgerkrieg. Gott sei Dank nur Böller. Raketen würde man ja in der Morgensonne auch nicht sehen. Ab acht herrschte dann wieder Ruhe. 

Finales Gespräch mit der Oberärztin. Die Waage zeigt knapp unter 110 Kilo. Fühlen tue ich mich wie 105. Das sei gut so meint Sie und bezieht das Gefühl auf die neue Körperdefinition, die mit den Behandlungen erreicht wurde. Sie bot mir an, ein Paket mit Medikamenten und Ingredienzen fertig zu machen, mit dem ich mich zu Hause weiter um meinen Zustand zu kümmern. Ich habe mich artig bedankt und versprochen die Klinik im Sri Lankischen Urwald zu empfehlen. Hurra Ray ist heute da und er hat einen Ableger von Herkules dabei. Nach dem happy new Year kommt heute noch eine Überraschung auf mich zu. Nach der Körpermassage formt Ray rund um meine Augenpartie einen Kranz aus Knete und schließt damit das Gesicht ab. Dann holt er warmes Öl und gießt es mir bei geschlossenen Augen in die Form über die Augen, bis sich ein See bildet. Dann kommt das Kommando Eyes up, Eyes close, up, dlosed, usw. – 3 Minuten lang. Immer wenn Du die Augen öffnest, siehst Du die Herren verschwommen durch das Öl hindurch. Sehr geiles Gefühl. Anschließend Kopf zur Seite, ausgießen des Öls – fertig. Natürlich darf heute kein Wasser mehr an meinen Kopf.

Zurück im Zimmer verfluche ich ein wenig unsere Nachbarschaft hier. Da ist ein Wahnsinniger am Werk, der wahrscheinlich früher Bombenbauer war. Jedenfalls lässt er im Abstand von 10-20 Minuten selbstgebastelte Böller los um sein neues Jahr besonders zu begrüßen. Das kann einem schon auf die Nerven gehen.

Wer bucht sollte darauf achten, dass der die niedrigen Zimmernummern bekommt. Dann ist die Chance groß im vorderen Teil der Anlage zu wohnen, was ein deutlich ruhigeren Effekt hat.

Heute war ja der vierte Feiertag anlässlich des Neujahrsfestes und so traute ich mich dann am frühen Nachmittag bei 33 Grad einmal vor die Tür des Anwesens um ein wenig die Gegend hier zu erforschen.

Wenn man das große Tor passiert hat läuft man eine schmale Straße entlang die zunächst eben und dann bergab führt. Bis zur Hauptstraße unten mögen das 300 Meter sein. Zunächst stößt man auf 2 ziemlich heruntergekommene Läden, die sich mit Schmuck und Accessoires beschäftigen und sich von der Eröffnung des Ressorts sicher mehr versprochen haben.

Danach kommt eine kleine Fabrik, die maßgeschneiderte Kleidung fertigt und ach für das Ressort liefert. Dann geht es bergab. Die Straße war ausgestorben, es war ja Feiertag. Nach etwa 100 Meter Fußweg, den Berg hinunter lösten sich unten von der Straßenecke zwei Mopeds und fegten den Berg hinauf. Zwei etwa 19 – 20 jährige Einheimische grinsten mich an. „Hello Sir, is New Year today – you wanna tucktuck?“

Happy new Year for you, no I wanne no tucktuck, i go just for a walk arround!“ „Were you go, from where you are...“ Oh, Germany, ick spreke teutsch, meine Onkel mache gute Geschäfte.... Du wolle Geschäfte mache mit meine Onkel ....

-und dann ging es los. Also ich hatte die ersten Freunde gefunden bis ich an der Straßenecke war. 

In den folgenden 15 Minuten wurden es dann 10 weitere Freunde. Etwa eine halbe Stunde lang hielt ich mich an der Straße auf. Jedes 2. Fahrzeug hielt für mich an. Jeder sprach mich an. Mindestens jeder 3. sprach deutsch und langsam wurde es anstrengend. Ich brach die Land und Leute Tour wieder ab und ging zurück in die ruhige und entspannte Atmosphäre der Anlage. Der Rezeptionist grinste, als ich ihm meine 4 Visitenkarten zeigte, die ich auf dem kurzen Ausflug eingesammelt hatte. Das hier wäre ein Eldorado für Kontakttrainings von Verkaufsorganisationen in good old Germany – dachte ich so für mich.

Wetter-technisch war es dann noch der schönste Tag. Traumhafter Ozean, angenehmer Wind und ein traumhafter Sonnenuntergang begleiteten mich in den Schlaf.

Tag 10

So langsam interessierte ich mich wieder für Europa, Champions-League Ergebnisse, Nachrichten usw. Ich hatte es tatsächlich geschafft in allen Tagen die aktive Internet-Zeit auf eine halbe Stunde am Tag zu begrenzen (Spezialpass des Mobilfunkanbieters). Es wäre alles möglich gewesen. Der Empfang war prächtig. Die sind hier gut vernetzt. Wer kostenlos surfen will,  der kann das im Rezeptionsbereich mit einem begrenzt nutzbaren Pass und durch Einloggen in den Hotelserver, der aber fast durchgängig überlastet ist.

Ich wurde jetzt um 6:00 von alleine wach und war sofort startbereit und ausgeschlafen. Der Morgen war jetzt immer dem Pool gewidmet. 

Ich dachte mir noch , gut, dass der Pool mit Salzwasser befüllt ist, sonst würden sich hier allerlei Tiere zur Wasserstelle einfinden. Der Pfau stolziert hier sowieso jeden Tag durch die Landschaft. Etliche andere Tiere, wie zum Beispiel ein ausgewachsener Waran laufen hier auch einfach mal so durch den Rezeptionsbereich und legen das Treiben für 30 Sekunden lahm. Vogelarten gibt es hier unglaublich viele. Einen kann ich sogar schon nachmachen und habe ihn aufgenommen. Vielleicht mache ich daraus einen Klingelton. Die Affen hocken jeden Mittag auf dem Baum vor dem Eingang des Health Centers, fressen die Früchte des Baumes und bewerfen die Besucher hin und wieder mit Zweigen.

Die Knallerei ist jetzt vorbei, dafür macht der Nachbar mal wieder Srilankenpopmusik. Das geht aber schnell wieder vorbei. 

Heute zum Abschluss der regulären Massagen und Behandlungen wartet zu meiner Freude einmal wieder Ray und Onkel Tom auf mich. Die beiden wohl erfahrensten Mitarbeiter gestalten also den Schlussakt. Im Herbal Garden liefen fast die Tränen - bei mir – als ich die netten Damen verabschiedete und die Waschfrau wünschte mir, dass ich bald wiederkommen möge.

Bis zum Mittag hatte Srilanken Air noch keine Upgrade-Bestätigung geschickt. Mein Anruf ergab: Der Rückflug Bomber war voll und wenn ich Business fliegen hätte wollen, wären noch einmal € 1300,-- fällig geworden. Die gebe ich lieber für etwas anderes aus.

Das absolut allerletzte Treatment am Nachmittag heíßt dann Shirovasti. Eigenartige Erfahrung. Mr. Riyangana, so heißt Ray im richtigen Leben, baut dir eine Kopfbandage darüber wieder eine Wulst, wie ein Schwimmbecken. Dorthinein passt ein weißer Lappen mit Loch in der Mitte und dorthinein lässt er 3 Ladungen voller heißem Öl über seinen Daumen aus einem Schwamm hineinlaufen. Alles auf Deine Schädeldecke. Dauert zusammengenommen eine halbe Stunde und Du schaust ziemlich bedröbbelt aus der Wäsche. Am Ende alles abrubbeln und dann wird ein Handtuch so kunstvoll über Deinem Kopf verknotet das es fast schön aussieht. Du bekommst für den Abend noch ein Kopfwaschmittel mit und dann solltest Du mal 2 Stunden die Fresse halten. Ok! 

10 spannende Tage mit tollen Behandlungserfahrungen gehen damit heute zu Ende. 

Danach habe ich noch 2 Stunden der Besinnung am Strand verbracht und mein Leben neu geordnet. Mal schauen, was die kommenden Monate so bringen. Jetzt heißt es dranbleiben um den Körper zu stabilisieren und den renovierten Zustand so lange wie möglich erhalten. Ich könnte mir vorstellen, nächstes Jahr wieder zu kommen. Dann nehme ich auch an den angebotenen Thai Chi und Yoga-Lessons teil. Das habe ich mit dieses Mal ausgespart. Der Abend endet mit einem guten Buffet und abwechslungsreichen Speisen. Inzwischen bin ich auch in die erste Tischreihe vorgerückt. Je länger Du da bist und je näher die Abreise rückt, desto weiter kommst Du nach vorne. 

Tag 11

Wer schnell Land und Leute sehen und  erleben will, der nimmt sich für 30 Euro einen Guide. Da war ja noch Lalli, unser Fahrer vom Anfang. Den hatte ich für den letzten Tag geordert und er machte mit mir in 4 Stunden an diesem Vormittag eine eindrucksvolle Citytour durch Galle, zeigte mit eine Schildkrötenfarm in der Legebatterie der Schildkröten geschützt aufgezogen werden. Statt 10% überleben so bis zu 90% eines Schildkrötenlaichs. Sehr interessant. Aber das muss man alles selbst gesehen haben. Besonders die Auswirkungen einer einzigen Tsunami-Welle, die 2004 hier 12 Meter hoch war und das Land verwüstet hat. Das ist heute noch sichtbar. Hier war es auch, wo die Welle einen Zug auf freier Strecke umwarf und 1200 Menschen mit in den Tod nahm. Das ist schon schrecklich, wenn man darüber nachdenkt. Das lassen wir aber zum Abschluss lieber sein. Die Tour war jedenfalls aufregend in jeder Hinsicht. Verkehr, Menschen, Gebäude – alles so außergewöhnlich so fremd und doch so schön.

Lalli weiß natürlich auch genau, wo es den guten Schmuck preiswert zu kaufen gibt. Und das ist fraglos nicht im klassischen Tourismus-Abzock-Geschäft in das einen die Busfahrer meistens bringen. Das liegt dann schon deutlich versteckter. Die 30 Euro haben sich auf jeden Fall gelohnt. 

 

 

 

 

 

 

 

Da ich mein Zimmer bis zum nächsten Morgen gebucht hatte, konnte ich heute den Abend bis zum Bustransfer um 19:00 Uhr im Hotel verbringen und nutzte den letzten Nachmittag noch für eine finale Poolsession.

Die Rezeption erledigte derweil für mich die komplette Eincheckarie und erstellte sogar schon die Bordkanten für den Rückflug, der um 0.25 Uhr abgehen sollte. 18:00 Uhr, Koffer packen, duschen, Dinner und dann ab in den Kleinbus. Wir waren 5 Rückreisende und da war schon wieder Lalli, der uns jetzt nach Colombo und dann zum Airport kutschierte. Ca. 22:30 Uhr kamen wir dann bereits am Airport an. Jetzt begann eine lustige Eincheck Prozedur. Durch relativ viele kleinere und oberflächliche Zwischenkontrollen auf dem Weg zum Gate bekommt man nämlich den Eindruck, dass hier alles ganz flott abläuft und lässt sich dadurch ein wenig mehr Zeit. Ich kam trotzdem überpünktlich am Gate an und wunderte mich dann aber richtig.

Die eigentliche Kontrolle beginnt nämlich erst beim Boarding am Gate. Und was für eine Kontrolle. Da stehen zwei Beamte der Einwanderungsbehörde. Männlich , Kaliber Don Jonson, weiblich Kaliber Kati Karrenbauer und nehmen die ausreisenden Einheimischen komplett auseinander. Das ist schon ein echtes Schauspiel und so mancher Tamile tat mir da echt leid. Das hat dann mit der sonst üblichen totalen Herzlichkeit die hier überall herrscht – übrigens auch bei den Polizisten und beim Militär am Flughafen wenig zu tun.

Darüber hinaus hatte unser Bomber auch noch eine Dreiviertelstunde Verspätung und war tatsächlich bumsvoll. Immerhin war Einsteigen am Gebäude möglich und so gingen wir also um 01:20 Uhr Ortszeit in Startposition und hoben kurze Zeit später ab. Ankunftszeit Frankfurt: war dann 08:25 Uhr am Freitag morgen, was sich durch die Zeitverschiebung um 3 1⁄2 Stunden ergibt.

 

 

 

 

Mein Fazit:

5 kg leichter

3 Bücher fast gelesen

1 x tiefenentspannt

Gerüstet für den Sommer

Voller guter Vorsätze ausgestattet mit glänzenden Tipps und guter Medizin Beweglich wie nie zuvor Ich bin der PithaKaphaTyp.

Impressionen

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